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09. Juli 2017

G20

DJV protestiert gegen entzogene Akkreditierungen

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen den Einzug von Presseakkreditierungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg durch das Bundeskriminalamt.

Twitter-Screenshots von Weser Kurier und BKA zur eingeschränkten Berichterstattung rund um den G20-Gipfel in Hamburg

Nach Informationen des DJV ist mehreren Journalisten beim Betreten des Pressezentrums die Akkreditierung ohne Begründung entzogen worden, darunter auch einem Fotografen des Bremer Weser Kuriers. Die Zeitung legte, wie sie berichtete, am Wochenende offiziell Einspruch dagegen beim Bundeskriminalamt (BKA) ein.

 

Wie tagesschau.de meldete, hatte das BKA offenbar in Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt (BPA) eine Liste von Journalisten erstellt, die trotz Akkreditierung nicht mehr unmittelbar aus dem Pressezentrum des G20-Gipfels berichten durften. Der für die taz tätige Journalist Martin Kaul ist einer von denen, die das bei Twitter dokumentierten.

 

Auf Nachfrage von Medien wurde mit Sicherheitsbedenken argumentiert, ohne das diese näher erläutert wurden. Es hätten in einigen Fällen "sicherheitsrelevante Erkenntnisse" vorgelegen, die gegen eine Akkreditierung gesprochen hätten, teilte das BKA auf Twitter mit.

 

„Journalisten sind Berichterstatter und nicht Krawallmacher“, sagt dazu der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. „Das sind völlig willkürliche Entscheidungen, die unverzüglich revidiert werden müssen.“ Überall verlangt vom BKA, dass sie keine weiteren Restriktionen gegen Journalistinnen und Journalisten verhängt.