Der Presseausweis - für Profis

Wie beantrage ich den Presseausweis?

Für den journalistischen Alltag ist er wichtig: der Presseausweis, wie er oben abgebildet ist.

Dieser Presseausweis wird ausschließlich von den sechs Medienverbänden Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgestellt – und zwar nur an hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten. Genau deshalb ist er anerkannt, anerkannt bei Behörden, in den Reihen der Polizei und bei vielen Unternehmen.

 Sowohl Mitglieder, als auch Nichtmitglieder können einen Presseausweis beim DJV beantragen, sofern sie hauptberuflich im Journalismus tätig sind. Nehmen Sie hierfür Kontakt zu Ihrem DJV-Landesverband auf. Dort gibt es auch weitere Informationen zu Ausstellungsbedingungen und Kosten.

Der Deutsche Journalisten-Verband hat vor der wachsenden Anzahl so genannter Presseausweise gewarnt, die von dubiosen Anbietern im Internet beworben werden. Der oben gezeigte Presseausweis wird ausschließlich von den sechs Medienverbänden Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Freelens und Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgestellt – und zwar nur an hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten. Genau deshalb ist er anerkannt, anerkannt bei Behörden, in den Reihen der Polizei und bei vielen Unternehmen.

Die Vorteile für Journalistinnen und Journalisten

Bitte beachten Sie: Die in der Folge genannten Vorteile sind im Zusammenhang mit Ihrer journalistischen Tätigkeit zu sehen. Der Presseausweis dient nicht privaten Zwecken.

Sie benötigen Informationen von Behörden?
Mit dem Presseausweis können Sie gegenüber Behörden nachweisen, dass Sie hauptberuflich als Journalist tätig sind. Unter anderem können Sie sich mit Ihrem Presseausweis für den Bundestag oder die Landtage akkreditieren. Behörden sind zudem durch die Landespressegesetze verpflichtet, Journalisten kostenlos Auskünfte zu erteilen und Fragen zu beantworten.

Sie wollen in gesperrten Bereichen recherchieren?
Auch wenn Sie über politische und sportliche Großveranstaltungen oder im Zusammenhang mit einem Unglücksfall berichten wollen, ist es hilfreich, den Presseausweis zur Hand zu haben. Denn der Ausweis erleichtert Ihnen die Akkreditierung oder den Zutritt zu Bereichen, die für Publikum gesperrt sind. Gerade wenn Sie bei unvorhersehbaren Ereignissen kurzfristig auf ein Gelände gelangen müssen, erleichtert der Presseausweis den Polizisten vor Ort die Entscheidung darüber, wen sie zulassen und wen nicht.

Sie wollen von einer Messe und über die dort vorgestellten Neuheiten in der Branche berichten?
Um als Journalist für Messen akkreditiert zu werden, setzen viele Messegesellschaften die Legitimation per Presseausweis voraus. Denn auch hier gilt wieder: Der Presseausweis garantiert, dass die Veranstalter es mit professionellen Journalisten zu tun haben. Eine Akkreditierung erleichtert Ihnen auch auf Messen die Recherchen: Sie können die Messe kostenlos besuchen und meist stehen eigene Ansprechpartner für die akkreditierten Journalisten bereit.

Sie brauchen Informationen aus Unternehmen und möchten über deren Produkte oder Veranstaltungen berichten?
Auch Unternehmen sind daran interessiert, dass Journalisten, die zu Produktpräsentationen, Aktionärsversammlungen, Kongressen oder Pressekonferenzen eingeladen werden, tatsächlich professionell tätig sind. Insofern verlangen sie häufig die Vorlage des Presseausweises für Akkreditierungen. Auch die Aufnahme in die Presseverteiler oder der Zugang zu Pressebereichen auf den Internetseiten der Unternehmen wird Ihnen durch den Besitz des Presseausweises erleichtert.

WICHTIGER HINWEIS zum Mitgliedsantrag (bitte beachten!)

Eine faire Chance für den Aufnahmeausschuss               

 

Anträge auf Ausstellung eines Presseausweises sind wie Ferien. Sie beginnen an einem ganz bestimmten Tag und alles stürzt auf die Autobahn. Dort staut es sich, bei uns stapelt es sich. Wenn ein Jahr endet und ein anderes beginnt, dann ist bei uns sozusagen Ferienzeit und alle Reisenden nehmen ziemlich gleichzeitig unsere Dienste in Anspruch. Kleinere Reisegruppen begleiten uns dann auch noch übers Jahr. Unsere Mitglieder bekommen ihren Presseausweis automatisch, aber von allen anderen landen die Anträge auf unserem Tisch und auf dem hat sich in den letzten Jahren so Einiges geändert.

 

Der Beruf des Journalisten hat sich dramatisch verändert. Neben den klassischen Medien sind unzählige neue Beschäftigungsfelder entstanden und entstehen weiterhin. Auch wir brauchen einige Phantasie, um all’ die Zulieferer unterschiedlicher Produkte als journalistische Arbeit zu identifizieren, ebenso die Tätigkeit kleiner und kleinster Agenturen oder den Charakter diverser Internetauftritte. Der Aufnahmeausschuss hat laut Satzung die Voraussetzungen zur Ausstellung von Presseausweisen zu prüfen. Missbrauch beschädigt den Wert des Presseausweises, nämlich den Nachweis journalistischer Tätigkeit. Wir haben im Interesse der Glaubwürdigkeit aller Journalisten und Medien unsere Aufgabe ernst zu nehmen. Eigentlich ist das auch kein größeres Problem, aber eines benötigen wir dafür, eine faire Chance.

 

Im Antrag werden einige Möglichkeiten genannt, wie die eigene journalistische Tätigkeit nachgewiesen werden kann. Macht es Euch nicht so schwer und damit auch uns nicht. Wir benötigen nicht mehr und nicht weniger als einen glaubhaften Nachweis: Selbst ausgestellte Rechnungen reichen nicht, ebenso wenig die Bestätigung eines Arbeitgebers, die weder einen Briefkopf aufweist, noch einen Stempel und manchmal nicht einmal eine nachvollziehbare Unterschrift. Auch ein inzwischen abgelaufener, befristeter Arbeitsvertrag hat wenig Aussagekraft.

 

Vielen Dank für die Zusendung von Zeitschriften, aber ohne einen kleinen Hinweis, auf welcher Seite Euer Artikel oder Euer Foto zu finden ist, kann es bei hundert Anträgen etwas mühsam werden. Zumal wir multimedial gefordert sind. Jemand schickt eine CD mit TV-Beiträgen, einer eine Seite mit Internetlinks, ein dritter einen Stapel Zeitungen usw.

 

Pressesprecher gehören in unseren Verband und bekommen natürlich auch einen Presseausweis. Klar ist aber auch, dass viele Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig in „benachbarten“ Branchen tätig sind (sein müssen). Dann würden wir gern erfahren, ob der journalistische Teil der Arbeit der hauptsächliche ist und das sollte dann auch nachgewiesen werden.

 

Wir werden Eure Arbeit nicht nach der Qualität der Bezahlung bewerten, denn wir wissen, wie schwer es für viele Kolleginnen und Kollegen geworden ist auf ein monatliches Einkommen zu kommen, das diesen Namen auch verdient. Wir wissen auch, dass Aufträge schwer zu ergattern und die Arbeitsbedingungen häufig miserabel sind. Aber wir müssen die Arbeit eines Profijournalisten von einem, der seinem Hobby nachgeht, unterscheiden können.

 

Dazu benötigt man natürlich einige Kenntnisse und deshalb haben wir auch noch einen Wunsch.

 

Wenn Ihr in einer dieser neuen und sich erst etablierenden kleinen Medien tätig seid oder wenn ihr denkt, dass wir von Eurer Arbeit keine Ahnung haben, dann würden wir gern dazulernen und mehr von Euch erfahren. Wir kämen gern einmal zu Euch an Euren Arbeitsplatz und auch einem Erfahrungsaustausch in unseren Räumen steht nichts im Wege.

 

Euer Aufnahmeausschuss

JVBB-Anträge: Presseausweis beantragen

JVBB-Anträge: Internationalen Presseausweis beantragen

Mitglied werden

Der Aufnahmeausschuss (gewählt 2015-2017)

Der Aufnahmeausschuss, gewählt von der Mitgliederversammlung am 2. Dezember 2015, sitzend: Claus Bredel (stv. Vorsitzender), Hartmut Jennerjahn, Ute Schuhmacher, stehend: Frank M. Wagner, Stefan Boltz (stv. Vorsitzender), Matthias Thiel (Vorsitzender). Nicht auf dem Foto: Carsten Sanmann.
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