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Die Preisträger 2018

Foto: Sabine Gudath/JVBB

 

Oliver Fischer, Martin Küper und Anja Meyer (Märkische Allgemeine) sind mit dem Journalistenpreis „Der lange Atem“ ausgezeichnet worden. Sie erhielten den ersten Preis für ihre Serie  „Das Leben der Yassins - Begleitung einer syrischen Flüchtlingsfamilie“. 

 

Der zweite Preis ging an Adrian Bartocha, Olaf Sundermeyer und Jan Wiese (rbb / Kontraste) für ihre Recherchen über „Kriminelle Clans in Berlin“. Mit dem dritten Preis wurde Florian Flade (WELT) für seine  „Recherchen zu Anis Amri“ ausgezeichnet. 

 

In der Laudatio der Jurorin Dagmar Rosenfeld heißt es über die Träger des ersten Preises, Oliver Fischer, Martin Küper und Anja Meyer: „Diese Recherche ist wie eine mad-menhafte Lindenstraße: Was dort die Zigaretten sind, ist hier das Essen. Geschmacksintensiv beschriebene Speisen auf üppig gedeckten Tischen, in einer Lebenswirklichkeit, die alles andere als üppig ist. Es die Lebenswirklichkeit der syrischen Familie Yassin, von der die Autoren mit Worten fernsehseriengleich erzählen: Man will jede Woche wieder einschalten.“ 

 

Die Träger des zweiten Preises, Adrian Bartocha, Olaf Sundermeyer und Jan Wiese wurden von der Jurorin Hannah Suppa gewürdigt: „Sie haben aus einem abstrakten Begriff wie „Kriminelle Clans in Berlin“, aus nahezu beschönigenden Vereinfachungen wie „Gullydeckelbande“, ein Bild gezeichnet, das tiefer geht. Sie haben es geschafft, in die Parallelwelt der Clans zu blicken, mit ihnen zu reden, mit ihnen durch die Stadt zu fahren, ihre Denkweise zu verstehen.“ 

 

Zum Träger des dritten Preises, Florian Flade, sagte die Vorsitzende der Jury, Ilka Brecht: „Er ist ein journalistischer Ermittler, der bei den Versäumnissen der Ermittlungen zu Anis Amri genau hinschaut. Er skandalisiert nicht, er dokumentiert. Er behauptet nicht, er belegt. Seine Leserinnen und Leser können sich auf ihn verlassen.“