Die Preisträger

Die Preisträger (v.l.): Klaus Hillenbrand (taz), Irène Bluche (rbb Kulturradio) und Kai Biermann (ZEIT Online), Foto: Sabine Gudath/JVBB

 

Berlin, 14. November 2017: Irène Bluche (rbb Kulturradio) ist heute Abend mit dem Journalistenpreis „Der lange Atem“ ausgezeichnet worden. Sie erhielt den ersten Preis für eine Reihe von jährlichen Features über die Teenager-Mutter Mandy aus Hellersdorf und ihren Sohn Jonny. Die Verleihung fand in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz statt.


Der zweite Preis ging an Kai Biermann (ZEIT Online) für das Thema „NSA-Untersuchungsausschuss“. Mit dem dritten Preis wurde Klaus Hillenbrand (taz) ausgezeichnet, der seit langem späte Ermittlungen und Prozesse gegen NS-Verbrecher begleitet.


Der unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von Dagmar Engel gehören acht prominente Journalistinnen und Journalisten an. Ehrengast des Abends war der Investigativjournalist Günter Wallraff.


In der Laudatio der Jurorin Dagmar Rosenfeld heißt es über die Trägerin des ersten Preises, Irène Bluche: „Was mit dem klassischen Setting einer Sozialreportage beginnt, wird durch die Autorin zu so viel mehr als einem Report über ein ungewollt schwangeres Mädchen aus einem sozialen Brennpunkt. Die Reihe „Teenagermutter Mandy“ erzählt von den Wehen des Erwachsenwerdens, dem Wert der Familie, von den Verheißungen der Liebe, und auch von ihren Abgründen.“


Der Träger des zweiten Preises, wurde von Georg Löwisch gewürdigt: „Kai Biermann hat außergewöhnlich akribisch über den NSA-Untersuchungsausschuss berichtet: Ein Chronist, der aufklärt und der erklärt. Er dringt ins Dickicht der Geheimdienste vor und macht hochkomplizierte Strukturen anschaulich.“


Zum Träger des dritten Preises, Klaus Hillenbrand, sagte Laudator Stephan-Andreas Casdorff: "Die Fülle seiner Berichte über die letzten Prozesse gegen NS-Täter, ihre Tiefe und Qualität sowie seine Haltung zeichnen ihn aus und machen ihn des ‚Langen Atems‘ würdig.“


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PRESSESTIMMEN ZUM "LANGEN ATEM" 2017