Fachforum freie Journalisten

Vorsitzender

Lutz Meier, Foto: Marco Urban

Stv. Vorsitzende

Andrea Westhoff, Foto: privat

Stv. Vorsitzender

Timo Kather, Foto: privat

Vita Lutz Meier

Lutz Meier, Jahrgang 1968, seit 2014: freier Journalist und Wirtschaftsreporter in Berlin, Autor für "Capital", Medienkolumnist für stern.de, arbeitet für Business Punk, Cicero, Medium Magazin u.a.; von 2011 bis 2013: Reporter "Capital", Berlin; 2007-2011: Frankreich-Korrespondent und Büroleiter Paris, "Financial Times Deutschland"/G+J Wirtschaftsmedien; 1999-2007: verantwortlicher Medienredakteur, "Financial Times Deutschland"; 1995-1999: Medienredakteur "die tageszeitung". 

Vita Andrea Westhoff

Andrea Westhoff, (M.A. in Ev. Theologie und Geschichte sowie Master of Public Health) arbeitet als "Freie" vor allem für Deutschlandradio, Deutschlandfunk, HR, WDR etc. mit den Schwerpunkten Sozial- und Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie und Geschichte. Sie hat mehrere Buchbeiträge und Bücher veröffentlicht. Zudem ist sie in der Journalisten Aus- und Weiterbildung tätig. Sie ist seit Beginn Mitglied im JVBB und hat dort bisher u.a. als Mitglied im Aufnahmeausschuss und als Delegierte zum Bundesverbandstag mitgewirkt. 

Vita Timo Kather

Timo Kather, Jahrgang 1979, seit 2011 als freier Print- und Onlinejournalist in Berlin unterwegs. Momentan als Kriminalreporter für den Tagesspiegel und als Onliner bei diversen Talkshows der Probono im Einsatz. Auch als Sozialberater für den JVBB tätig.

Aktuelles aus dem Fachforum Freie

  • "Wer braucht freie Journalisten?“ hieß die Diskussionsrunde, zu der das Fachforum Freie am Montagabend die Mitglieder von JVBB und DJV Berlin eingeladen hatte. Kernthema war die schlechter werdende Auftragslage der meisten...

Archiv: Veranstaltungsberichte

30.01.2013 - Jour Fixe: „Als freier Journalist im Ausland“

Thomas Franke (Foto: Silke Kehl)
Teilnehmerinnen beim Erfahrungsaustausch (Foto: Silke Kehl

Der freie Hörfunk- und Fernsehjournalist Thomas Franke lebt seit 2012 in Moskau. Am 23. Januar 2013 war er wieder einmal in Berlin und erzählte 15 Teilnehmern zum Start der neuen Jour-Fixe-Reihe des Fachausschusses Freie, wie es so ist „Als freier Journalist im Ausland“. Franke ist ein bekanntes Gesicht beim JVBB. Er ist Mitgründer, langjähriges Vorstandsmitglied und ehemaliger Vorsitzender des Fachausschusses Europa – und berichtet seit vielen Jahren über Themen aus Russland und weiteren osteuropäischen Regionen. Unter anderem hat er im Kosovo gearbeitet.

Während des Jour Fixe berichtete Thomas Franke nun von der aktuellen Arbeitssituation in Russland und gab darüber hinaus Einblicke, wie er sich seine Position als Freier im Ausland erarbeitet hat. Spannend und offen war der Austausch zwischen Franke und den Teilnehmern, die eine große Bandbreite an Erfahrungen mitbrachten. Ebenso breit war das Spektrum an grundsätzlichen Positionen und Herangehensweisen. Es wurde diskutiert, ob man sich Reisekosten von Unternehmen, politischen Organisationen oder Sponsoren finanzieren lassen sollte, wie gut man sich in einem Land auskennen muss, um darüber zu berichten, und für wen die Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten in Frage kommt. Auch über praktische Fragen wie die Verhandlung angemessener Honorare und Spesen, die Absicherung durch Visa und Akkreditierung oder die Vorbereitung auf Recherche in Krisengebieten, tauschten sich die Teilnehmer aus.

Beim Thema „Netzwerk und Konkurrenz“ gingen die Meinungen weit auseinander, was aber nichts daran änderte, dass die Teilnehmer nicht nur von Frankes Anregungen und den Tipps , sondern auch durch Fragen und Erfahrungsberichte viel zum Abend beitragen konnten: Von ihrer Arbeit erzählten ein Videojournalist, der in unterschiedlichen Regionen der Welt unterwegs ist, eine Fernsehjournalistin, die im Auftrag von Produktionsfirmen und öffentlich-rechtlichen Sendern aus Europa berichtet, eine Magazinjournalistin, die in Südostasien Nichtregierungsorganisationen begleitet, eine Reisejournalistin und ein junger Journalist, der auf eigene Faust in ein aktuelles Krisengebiet reiste und von dort aus bloggte.

Mit dieser Veranstaltung ist das Konzept des ersten Jour Fixe aufgegangen: Auch die künftigen Abende sollen keinen Seminarcharakter haben, sondern Freien den Raum für Erfahrungsaustausch bieten. Der nächste Jour Fixe ist bereits in Planung: Zum Thema: „Die Schwierigkeit von Nähe und Distanz – der Umgang mit Protagonisten“. (Silke Kehl, 30. Januar 2013)