Fachforum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles aus dem Fachforum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Archiv: Veranstaltungsberichte

12.03.14 - Besuch des neuen Brandenburger Landtags

Brandenburger Landtag von Außen...
...und von Innen, Fotos: Dieter Zurstraßen

Was für eine großartige Dialektik der Architektur! Schon beim herzlichen Empfang der Journalisten-Gruppe am Fortuna-Portal des neu errichteten „Landtags-Schlosses“ in Potsdams historischer Mitte wies Katrin Rautenberg, Pressesprecherin des Landtags und Leiterin des Präsidialbüros darauf hin, dass wir im Innern des Gebäudes eine echte Überraschung erleben werden.

Zunächst jedoch bestimmte die gelungene Harmonie des Innenhofes nach den historischen Dimensionen der umgebenden Knobelsdorff-Fassaden das Gefühl des Besuchers. Der Architekt Prof. Peter Kulka stand bei dem Neubau vor der Herausforderung, in der vorgegebenen Kubatur des Schlosses das wesentlich größere Volumen eines Landtagsgebäudes unterbringen zu müssen.

Das Entrée des Hauses mit dem Knobelsdorff-Treppenhaus führt den Besucher in die Moderne. Eine geschwungene weiße Mauer mit bronzenem Handlauf, darüber das historische Deckengewölbe, bildet den Übergang von Knobelsdorff in „die sachliche, einfache Welt“ (Prof. Kulka) eines modernen Parlamentes.

Das Foyer und das innere Treppenhaus vollzieht diesen Schritt dann konsequent für das ganze Haus: Strahlend weiß, klare Linien, reduziert, effektiv, preußisch, mit roten Farbtupfern der modernen Sitzgelegenheiten und einem „ketchup-roten“ Teppichboden des Plenarsaals, die Landesfarben widerspiegelnd.

Was arbeitstechnisch schon zu einem Problem wurde: Obwohl man sich nach mehreren Farbproben für ein „Dunkel-Weiß“ der Innenräume entschied, ist die „gletschermäßige“ Ausstrahlung aller Innenräume für manche Mitarbeiter so störend, dass sie nur noch mit Sonnenbrillen ihrer Arbeit nachkommen können.

Auch die berichtende Presse hat (noch) zu leiden. Zwar ist die Landespressekonferenz direkt ins Gebäude gezogen, aber der klaren Linie des Architekten sind die Arbeitstische im Pressesaal zum Opfer gefallen. Zumindest hat Katrin Rautenberg jetzt für die Kolleginnen und Kollegen erreicht, dass die erste Reihe mit schmalen Arbeitstischen und Laptop-Steckern ausgestattet wurde, vielleicht kommt auch noch eine zweite Reihe dazu…

Erwischt hat es auch das Landeswappen-Tier, den Adler. Der hängt komplett schneeweiß an der Stirnwand im Plenarsaal, was schon vor Eröffnung zu heftigen Protesten von Bürgerinitiativen führte.

Nichtsdestotrotz ist „ihr Schloß“ bei den Bürgerinnen und Bürgern ein echter „Renner“ und wurde vom ersten Tag an begeistert in Beschlag genommen. Vor allem das Landtags-Restaurant mit Außenterrasse zum Innenhof ist heißgeliebt, was schon häufiger dazu führte, dass selbst Minister mittags mit einer Stulle vorlieb nehmen mußten , weil „ihr Volk“ die Tagesgerichte weggefuttert hat. Und die Teeküchen von teekochenden Rentnern belagert sind. Dennoch tritt Katrin Rautenberg klar dafür ein, die Politik des offenen Hauses zu bewahren, denn was kann besseres passieren, als wenn Politik wirklich zum Ausflugsziel wird!

(12.03.2014, Dieter Zurstraßen)

17.05.13 - Kommunikation am Pranger? Hintergrundgespräch mit BER-Pressesprecher Ralf Kunkel

BER-Pressesprecher Ralf Kunkel im Gespräch mit Dieter Zustrassen. (Foto: Dieter Zustrassen)

Den Pressesprecher des Berlin-Brandenburger Flughafens BER hatte der Fachausschuss Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des JVBB zu einem Gespräch am 15. Mai geladen. Es kamen - viele. Volles Haus hieß es in der Geschäftsstelle beim Gespräch „unter drei“, der politischen Formel für ein offenes, aber rein für den Hintergrund gehaltenes Gespräch mit Ralf Kunkel.

Ein Jahr nach der letzten Verschiebung des Eröffnungstermins für den neuen Hauptstadt-Flughafen unterstrich die engagierte Diskussion der Gesprächsrunde, dass das Thema Flughafen-Fertigstellung nach wie vor zumindest in der Region mit dem größten Erregungspotenzial des Jahres verbunden ist. Sehr persönlich, sehr offen und keiner Frage ausweichend schilderte Ralf Kunkel anschaulich, wie die Kommunikation nach der Pressekonferenz mit dem fatalen Eingeständnis der bald danach abgelösten Geschäftsführung ablief: Im freien Fall wie auf einem abgerissenen Schneebrett …

Erst jetzt, mit den ersten richtungsweisenden Plänen der neuen Geschäftsführung, wird langsam auch die Basis für eine Presse-Kommunikation geschaffen, um völlig verlorenes Vertrauen aufzubauen. Ein persönliches Statement soll aber hier öffentlich werden: Der Lego-Flughafen, den Vater Kunkel mit seinem kleinen Sohn baut, ist bereits fertig. Aber der braucht, wie Kunkel jr. bemerkte, auch keine Brandschutzanlage … (17.05.2013, Dieter Zustrassen)