Mitgliederversammlung 2013

Mitgliederversammlung 2013, Fotos: Claus Bredel
Eröffnung der Mitgliederversammlung
Cherno Jobatai erklärt die Huffington Post

Fusion mit DJV Berlin im Frühjahr 2014

Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) strebt für das Frühjahr 2014 die Gründung eines einheitlichen Landesverbands des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) in der Region an. Für eine Fusion mit dem DJV Berlin gebe es seit dem Bundesverbandstag des DJV Anfang November grünes Licht, sagte der JVBB-Vorsitzende Alexander Fritsch am Samstag in Berlin. „Nachdem die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen sind, können wir uns im Frühjahr eine gemeinsame Geschäftsstelle suchen.“ Fritsch wurde von der Mitgliederversammlung für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

In seinem Rechenschaftsbericht hob Fritsch Erfolge bei der Interessenvertretung der Berliner und Brandenburger Journalisten hervor. So konnten bei den Tarifverhandlungen im rbb Gehaltserhöhungen im ARD-Durchschnitt sowie eine starke Erhöhung des Familienzuschlags erreicht werden. Andererseits sei es nicht gelungen, bei der Novellierung des rbb-Staatsvertrags eine Vertretung der Freien Mitarbeiter durch den Personalrat zu erreichen, wie sie in anderen ARD-Anstalten längst praktiziert wird. Fritsch: „Die politischen Widerstände sind hier erheblich. Wir werden aber nicht nachlassen, uns für die vollen Rechte der Freien einzusetzen.“

Gestartet war die Versammlung mit einem Vortrag des TV-Moderators Cherno Jobatey, der die vor einem Monat gestartete deutsche Huffington Post vorstellte, deren Herausgeber („editing director“) er ist. Er diskutierte mit den JVBB-Mitgliedern über das umstrittene Projekt, das nach seinen Angaben aus 15 übertariflich bezahlten Redakteuren besteht, für das jedoch auch hunderte von Bloggern ohne Bezahlung arbeiten. Gerade Blogger hatten sich im Vorfeld der Gründung darüber beschwert, dass sie ihre Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen sollten. Für Herausgeber Jobatey ist das kein Problem: „Geld ist in der heutigen Medienökonomie nur eine mögliche Form der Bezahlung.“ Mittlerweile sei es vor allem die digitale Aufmerksamkeit, die den Wert von Inhalten bestimme. So bloggten etwa viele Wissenschaftler kostenlos für die Huffington Post, deren Texte von Zeitungen nicht mehr gedruckt würden.

Dem neu gewählten neunköpfigen Vorstand des JVBB gehören neben dem Vorsitzenden Alexander Fritsch weiter an: Sabine Prokscha und Jens Sell als stellvertretende Vorsitzende,Schatzmeister Klaus Enderle, Schriftführerin Jana Lavrov sowie Nils Franke, Michaela Maria Müller, Justin Westhoff und Dieter Zurstraßen als Beisitzer.